Wer im Wärmeschutznachweis mit pauschalen Wärmebrückenzuschlägen rechnet, verschenkt oft enormes Potenzial. Der pauschale Ansatz von ΔUWB = 0,10 W/(m²K) – oder selbst der reduzierte Wert von 0,05 W/(m²K) – liegt in vielen Fällen deutlich über den tatsächlichen Wärmebrückenverlusten eines Gebäudes.
Das Ergebnis: Der berechnete Transmissionswärmeverlust fällt unnötig hoch aus, Förderstufen werden verfehlt und Kunden zahlen für Maßnahmen, die rechnerisch gar nicht nötig wären.
Der detaillierte Wärmebrückennachweis ändert das. Wer jede Anschlussgeometrie einzeln bewertet, kann den tatsächlichen Wärmebrückenzuschlag oft drastisch senken – und damit die energetische Bilanz eines Gebäudes erheblich verbessern, ohne einen einzigen Zentimeter Dämmung hinzuzufügen.
In 10 Unterrichtseinheiten arbeiten wir gemeinsam an dem Ziel, dass Sie den detaillierten Wärmebrückennachweis sicher und eigenständig durchführen können. Dabei behandeln wir:
Welche Regeln gelten nach DIN 4108 Beiblatt 2 und DIN EN ISO 10211? Wann ist der detaillierte Nachweis sinnvoll, wann sogar notwendig – etwa bei KfW-Effizienzhausstandards oder QNG-Anforderungen?
Sie lernen, Wärmebrücken mit professioneller Software zu modellieren, Randbedingungen korrekt zu setzen und die Ergebnisse normgerecht auszuwerten. Wir zeigen Ihnen den vollständigen Workflow von der Konstruktionszeichnung bis zum fertigen Ψ-Wert.
Pauschal, Gleichwertigkeitsnachweis oder detaillierte Berechnung – Sie verstehen die Unterschiede, kennen die jeweiligen Vor- und Nachteile und wissen, welches Verfahren in welcher Situation die beste Wahl ist.
Keine abstrakten Beispiele, sondern echte Gebäudedetails. Sockelanschlüsse, Fensterlaibungen, Balkonplatten, Attiken – wir rechnen gemeinsam die Konstruktionen durch, die Ihnen im Berufsalltag tatsächlich begegnen.
Das Seminar richtet sich an Energieberater, Architekten und Ingenieure, die den detaillierten Wärmebrückennachweis in ihr Leistungsportfolio aufnehmen oder ihre bestehenden Kenntnisse vertiefen möchten. Grundkenntnisse im Wärmeschutznachweis setzen wir voraus.
Nach zwei Tagen sind Sie in der Lage, Wärmebrücken systematisch zu erkennen, normgerecht zu berechnen und die Ergebnisse gewinnbringend in Ihre Nachweise einzuarbeiten. Sie wissen, wie Sie Ihren Kunden durch den detaillierten Nachweis bessere Ergebnisse liefern – und sich gleichzeitig als Fachbüro mit echtem Mehrwert positionieren.
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