Bauakustik – Schallschutz nach DIN 4109

Anforderungen, Prognose und Nachweis in der Praxis — 25 UE in 5 Blöcken

Warum jetzt?

Die DIN 4109 wurde grundlegend überarbeitet – und mit ihr haben sich Anforderungen, Nachweisverfahren und Berechnungsansätze teils erheblich verändert. Wer noch mit alten Tabellenwerten arbeitet oder den Schallschutznachweis als lästige Pflichtübung behandelt, riskiert nicht nur fehlerhafte Nachweise, sondern im Ernstfall kostspielige Mängel und Rechtsstreitigkeiten. Denn kaum ein Thema führt nach Bezug so häufig zu Nachbarschaftskonflikten und Gerichtsverfahren wie unzureichender Schallschutz.

Gleichzeitig ist die Bauakustik eines der anspruchsvollsten Felder in der Bauphysik. Anders als beim Wärmeschutz, wo sich Berechnungsfehler oft nur in höheren Energiekosten niederschlagen, spüren Bewohner mangelhaften Schallschutz unmittelbar – jeden Tag, jede Nacht. Die Erwartungen steigen, die Normanforderungen ziehen nach, und der Markt sucht Fachleute, die das Thema wirklich beherrschen.

Was Sie in fünf Blöcken lernen

In 25 Unterrichtseinheiten, aufgeteilt auf 5 Blöcke, erarbeiten wir gemeinsam die gesamte Breite des baulichen Schallschutzes – von den physikalischen Grundlagen bis zum fertigen Nachweis.

Grundlagen der Bauakustik

Wie breitet sich Schall in Gebäuden aus? Was unterscheidet Luftschall von Trittschall, Körperschall und Flankenschall? Sie bekommen das physikalische Fundament, auf dem alle weiteren Berechnungen aufbauen – verständlich, ohne sich in Akustik-Theorie zu verlieren.

Die neue DIN 4109 im Detail

Wir arbeiten systematisch durch die aktuelle Normenfamilie – DIN 4109-1 (Anforderungen), DIN 4109-2 (Rechnerischer Nachweis) und DIN 4109-31 bis -34 (Eingangsdaten). Sie verstehen, was sich gegenüber der alten Fassung geändert hat, welche Schutzstufen gelten und wann der erhöhte Schallschutz nach VDI 4100 oder die DEGA-Empfehlungen ins Spiel kommen.

Prognoseverfahren

Wie berechnen Sie das bewertete Schalldämm-Maß R'w einer Wand- oder Deckenkonstruktion rechnerisch? Wie berücksichtigen Sie Flankenübertragung, Stoßstellen und die Korrekturwerte für unterschiedliche Bauteilanschlüsse? Wir zeigen Ihnen die Rechenverfahren Schritt für Schritt – nachvollziehbar und praxisnah.

Trittschall, Haustechnik und Außenlärm

Drei Bereiche, die in der Praxis regelmäßig unterschätzt werden. Sie lernen, wie Sie den Trittschallschutz von Decken bewerten, wie haustechnische Anlagen schalltechnisch einzuordnen sind und wie Sie den Schutz gegen Außenlärm normgerecht nachweisen.

Berechnungsbeispiele aus der Praxis

Keine abstrakten Lehrbuchfälle, sondern reale Bausituationen. Wohnungstrennwände in Mehrfamilienhäusern, Holzbalkendecken im Bestand, abgehängte Decken, leichte Trennwände in Trockenbauweise – wir rechnen gemeinsam durch, was Ihnen im Alltag tatsächlich begegnet, und diskutieren Lösungen, wenn die Berechnung zeigt, dass die Anforderung nicht erfüllt wird.

Für wen ist das Seminar gedacht?

Das Seminar richtet sich an Architekten, Ingenieure, HLK-Fachleute und Energieberater, die den Schallschutznachweis nach DIN 4109 sicher erstellen möchten oder ihr Wissen auf den aktuellen Normstand bringen wollen. Grundkenntnisse in der Bauphysik sind hilfreich, aber keine Voraussetzung – wir holen Sie dort ab, wo Sie stehen.

Was Sie mitnehmen

Nach fünf Blöcken verstehen Sie die bauakustischen Zusammenhänge, beherrschen die Nachweisverfahren der aktuellen DIN 4109 und können Schallschutzprognosen für typische Konstruktionen eigenständig erstellen. Sie erkennen kritische Details bereits in der Planungsphase und wissen, worauf es ankommt, damit der Schallschutz nicht nur auf dem Papier stimmt – sondern auch im gebauten Gebäude funktioniert.

Beginn 12. Februar 2026
Umfang 25 Unterrichtseinheiten in 5 Blöcken
Ort WIP Wissenschaftspark Trier
Dozent Werner Scherer
Kosten 1.800 € inkl. MwSt.
Zielgruppe Architekten, Ingenieure, HLK-Fachleute, Energieberater
Voraussetzung Grundkenntnisse hilfreich, nicht erforderlich
Format Präsenz, kleine Gruppe
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