Die Nachfrage nach qualifizierten Energieberatern ist so hoch wie nie. Die Bundesregierung hat ambitionierte Klimaziele gesetzt, das GEG stellt neue Anforderungen an Bestand und Neubau, und Eigentümer stehen vor der Frage, wie sie ihre Gebäude zukunftsfähig machen – energetisch, wirtschaftlich und fördertechnisch. Gleichzeitig können viele geplante Sanierungen und Neubauten nur mit Einbindung eines eingetragenen Energieeffizienzexperten gefördert werden. Wer in der Expertenliste eingetragen ist, wird gebraucht.
Der Weg dorthin führt über eine anerkannte Fortbildung mit Abschlussprüfung. Genau das bieten wir Ihnen – berufsbegleitend in Teilzeit, damit Sie Ihre berufliche Tätigkeit nicht unterbrechen müssen.
Unser Kurs umfasst 200 Unterrichtseinheiten, aufgeteilt in ein Basismodul (160 UE) und ein Vertiefungsmodul Wohngebäude (40 UE). Die Inhalte decken den vollständigen Fortbildungskatalog des dena-Regelhefts ab und bereiten Sie gezielt auf die Qualifikationsprüfung vor.
Sie starten mit dem gesetzlichen Rahmen – GEG, EU-Gebäuderichtlinie und ein Überblick über die aktuelle Förderlandschaft. Sie verstehen, welche Pflichten für Eigentümer und Berater gelten und wie sich die Anforderungen in der Praxis auswirken.
Von den physikalischen Grundlagen über U-Wert-Berechnungen und Wärme- und Feuchteschutz bis zu Wärmedämmung, Luftdichtheit und Wärmebrücken – Sie lernen, die Gebäudehülle systematisch zu bewerten, Schwachstellen zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen zu empfehlen. Dazu gehört auch der sommerliche Wärmeschutz und die Frage der Behaglichkeit.
Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung, Speicher und Übergabesysteme – Sie lernen die gesamte Kette kennen. Dazu kommen hydraulischer Abgleich, Regelungstechnik, Schwachstellenanalyse und die Einbindung von Solarthermie und erneuerbaren Energien in die Warmwasserbereitung.
Von der Fensterlüftung über mechanische Systeme mit Wärmerückgewinnung bis zu raumlufttechnischen Anlagen und Kühlung – Sie verstehen die Systeme, können den Luftwechsel berechnen und kennen die Anforderungen der DIN 1946-6.
Photovoltaik, Speichersysteme und deren Anrechnung im GEG – kurz und praxisnah, damit Sie Ihren Kunden die richtige Empfehlung geben können.
Das Herzstück der Energieberatung. Sie lernen, Wohngebäude energetisch zu bilanzieren, Energieausweise zu erstellen und den Unterschied zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis sicher zu erklären.
Amortisationsrechnung, Kapitalwertmethode, Modernisierungsempfehlungen und die Erstellung von individuellen Sanierungsfahrplänen (iSFP) – damit Ihre Beratung nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich überzeugt.
Praxisbeispiele aus realen Sanierungsprojekten, die Logik der BEG-Förderung, Baubegleitung und Qualitätssicherung. Im letzten Block wiederholen wir die Kernthemen und bereiten Sie mit Fallbeispielen und Übungsaufgaben gezielt auf die Abschlussprüfung vor.
Das Vertiefungsmodul baut auf dem Basismodul auf und legt den Fokus auf die praktische Anwendung.
Auslegungsfragen zum GEG in der Praxis, energetische Standards im Bestand, Innendämmung und Wärmebrücken – die Themen, die im Alltag der Energieberatung immer wieder zu Unsicherheiten führen.
Sommerlicher Wärmeschutz, Behaglichkeit, Luftdichtheit und Qualitätssicherung – mit dem Anspruch, dass Sie nach diesem Block kritische Details am Gebäude nicht nur erkennen, sondern auch bewerten und lösen können.
Systembewertung, Regelung, Schwachstellenanalyse und die Integration erneuerbarer Energien – vertieft und praxisnah, mit dem Fokus auf die fachgerechte Bewertung von Bestandsanlagen.
Der Abschluss des Vertiefungsmoduls verbindet Lüftungstechnik mit integrierten Praxisfällen und bereitet Sie auf die Prüfung vor.
Der Kurs endet mit einer schriftlichen Abschlussprüfung (ca. 120–180 Minuten) zu allen Inhalten beider Module. Die Prüfung umfasst Multiple-Choice-Fragen, Rechenaufgaben und Fallbeispiele. Bei Bestehen erhalten Sie ein Zertifikat sowie die Bestätigung des Fortbildungsträgers über Inhalte, Umfang und bestandene Prüfung – die Nachweise, die Sie für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste benötigen.
Der Kurs richtet sich an Architekten, Ingenieure und Fachkräfte aus Bauwesen, Handwerk und Immobilienwirtschaft, die sich für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste qualifizieren möchten. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium oder eine Ausbildung in einem relevanten Fach – etwa Architektur, Bauingenieurwesen oder Energie- und Gebäudetechnik. Grundkenntnisse in Excel sind hilfreich, da die Bilanzierung und Wirtschaftlichkeitsrechnung im Kurs damit geübt werden.
Nach 200 Unterrichtseinheiten und bestandener Prüfung sind Sie qualifiziert für die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes in der Kategorie Wohngebäude. Sie können Bestandsgebäude und Neubauten energetisch bilanzieren, Sanierungsfahrpläne erstellen, Förderprojekte begleiten und Ihre Kunden von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Bauabnahme kompetent beraten. Kurz: Sie sind Energieberater.
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